Warum immer mehr Betriebe auf Personal aus Nepal setzen — und was dahinter steckt.
Wer in Österreich einen Hotellerie- oder Gastronomiebetrieb führt, kennt das Problem: Saisonpersonal ist schwer zu finden, noch schwerer zu halten, und der Aufwand für die Suche steigt jedes Jahr. Österreichische und EU-Arbeitskräfte sind für viele Positionen — Küchenhilfe, Roomservice, Servicekraft — schlicht nicht in ausreichender Zahl verfügbar.
Viele Betriebe haben deshalb begonnen, Saisonmitarbeiter aus Nepal einzustellen. Die Erfahrungen sind durchgehend gut — nicht weil nepalesische Mitarbeiter billiger wären, sondern weil sie motiviert sind, zuverlässig arbeiten und bei guten Bedingungen wiederkommen.
Dieser Artikel gibt einen vollständigen Überblick: Wer kommt in Frage, wie läuft der Prozess ab, was kostet es und worauf sollte man achten.
Warum Nepal
Nepalesische Mitarbeiter haben sich in der österreichischen Gastronomie und Hotellerie über Jahre einen guten Ruf erarbeitet. Sie sind ruhig, freundlich und zuvorkommend — im Umgang mit Gästen ebenso wie im Team. Die meisten sind eher introvertiert, liefern aber konstant gute Arbeit wenn sie sich in ihrem Arbeitsumfeld wohlfühlen.
Englisch sprechen fast alle gut, Deutsch ist zu Beginn oft auf Grundniveau. Das lässt sich im Alltag gut überbrücken — und wer seinen Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, während der Saison Deutsch zu üben, profitiert langfristig davon.
Was treamjob von anderen Vermittlungen unterscheidet: Alle Kandidaten werden persönlich gekannt. Nicht über einen Lebenslauf, sondern durch das direkte Netzwerk das Mitgründer Sudeep Thapa in Nepal über Jahre aufgebaut hat. Das bedeutet dass Berufserfahrung, Sprachkenntnisse und Verlässlichkeit wirklich eingeschätzt werden können — nicht geraten. Das Ergebnis: bisher 100% Zufriedenheit bei den Betrieben die mit treamjob arbeiten.
Welche Positionen besetzt werden können
Am häufigsten werden über treamjob folgende Positionen besetzt:
Küchenhilfe, Abwäscher, Zimmermädchen/bursch, Reinigungspersonal, Servicekräfte und allgemeines Gastronomiepersonal. Viele Betriebe suchen dabei auch Paare oder befreundete Personen die gemeinsam für eine Saison kommen und sich verschiedene Aufgaben aufteilen — das ist über das persönliche Netzwerk von treamjob problemlos möglich.
Betriebe die arbeiten mit treamjob sind so unterschiedlich wie die österreichische Gastronomielandschaft: von der kleinen Almhütte bis zum großen Stadthotel.
Wie der Prozess abläuft
Der Antrag auf Beschäftigungsbewilligung für Saisonmitarbeiter aus Nepal läuft über das AMS und umfasst mehrere Schritte — Ersatzkraftverfahren, Regionaler Beirat, Visumsbeantragung in Kathmandu. Realistisch sind zehn bis zwölf Wochen vom ersten Kontakt bis zur Anreise des Mitarbeiters.
Was der Betrieb selbst tun muss: einen eAMS-Zugang einrichten und treamjob Zugriff erteilen. Den Rest — Antragstellung, Behördenkommunikation, Fristen, Visumsvorbereitung — übernimmt treamjob vollständig.
Den vollständigen Ablauf mit allen Fristen und aktuellen Behördenanforderungen findet ihr hier: 👉 Saisonmitarbeiter Antragsprozess & Zeitplan 2026
Was es kostet
Die AMS-Gebühren für den Antrag liegen bei 35 bis 45 Euro pro Mitarbeiter und werden direkt an die Behörde entrichtet. Die Vermittlungsgebühr von treamjob liegt zwischen 500 und 1.000 Euro pro Mitarbeiter und Saison — darin enthalten sind Kandidatenauswahl, gesamte Antragstellung inklusive Visaverlängerung, Behördenkommunikation und Begleitung bis zur Abreise nach der Saison.
Zum Vergleich: Andere Personalvermittlungen für Drittstaatsangehörige verlangen in Österreich oft ein bis drei Bruttomonatsgehälter pro Mitarbeiter.
Mehr zu Kosten und was andere Agenturen verlangen: 👉 Mitarbeiter aus Drittstaaten einstellen
Was Betriebe bereitstellen müssen
Die wichtigsten Voraussetzungen auf einen Blick: Der Betrieb muss eine geeignete Unterkunft bereitstellen — das ist Pflicht und wird vom AMS geprüft. Das Gehalt richtet sich nach dem Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe, aktuell 2.026 Euro brutto pro Monat. Verpflegung an Arbeitstagen ist nicht verpflichtend aber üblich.
Alle Details zu Gehalt, Unterkunft, Arbeitszeit und Verlängerung: 👉 Voraussetzungen für Saisonmitarbeiter aus Drittstaaten
Langfristig denken: Vom Saisonmitarbeiter zum Stammpersonal
Viele Betriebe die einmal mit nepalesischen Mitarbeitern gearbeitet haben, wollen dieselben Personen in der nächsten Saison wiederhaben. Das ist nicht nur möglich — es wird mit jeder weiteren Saison einfacher. Nach drei Saisonen in der Branche entfällt das Ersatzkraftverfahren, und nach fünf Jahren gibt es die Möglichkeit einer dauerhaften Anstellung über die Rot-Weiß-Rot-Karte.
Wie das konkret funktioniert: 👉 Vom Saisonier zum Stammpersonal: Der 5-Jahres-Plan
Wann sollte man die Beantragung beginnen?
Wer für die Sommersaison plant, sollte spätestens im Jänner / Februar starten. Für die Wintersaison entsprechend ab August. Wer zu spät anfängt, riskiert dass der Mitarbeiter nicht rechtzeitig zur Saisoneröffnung anreisen kann — die Behördenfristen lassen sich nicht beschleunigen.




