Ein praktischer Überblick für Betriebe — damit der erste Arbeitstag reibungslos beginnt.
Wenn ein Saisonmitarbeiter aus Nepal in Österreich ankommt, gibt es drei Dinge die möglichst schnell erledigt sein sollten: ein funktionierendes Bankkonto für die Gehaltsüberweisung, eine österreichische Telefonnummer für die Kommunikation im Alltag und die Beantragung der Steuernummer. Wer diese drei Punkte frühzeitig angeht, vermeidet unnötige Komplikationen in den ersten Wochen.
Bankkonto: Revolut ist die einzige verlässliche Lösung
Österreichische Banken sind aufgrund verschärfter Geldwäschevorschriften verpflichtet, jeden Kunden lückenlos zu identifizieren. Für Saisonarbeiter mit befristetem Visum und Wohnsitz im Ausland ist das mit hohem manuellem Aufwand verbunden — den die meisten Banken nicht leisten wollen.
treamjob hat das selbst erfahren: Bei zahlreichen österreichischen Banken angefragt, alle abgelehnt. Eine Alternative die zuverlässig funktioniert haben wir bisher nicht gefunden. Was funktioniert, ist Revolut — ein europaweit reguliertes E-Geld-Institut mit Banklizenz und vollständig digitaler Kontoeröffnung.
Für die Eröffnung reichen Reisepass, Visum und eine Adresse in Österreich. Ein Meldezettel ist nicht erforderlich. Die IBAN ist in der Regel innerhalb einer Stunde verfügbar.
Wichtig: Das Konto ist kostenlos. Das ist kein Detail — wenn ein Mitarbeiter nach der Saison nach Nepal zurückkehrt und das Konto noch offen ist, entstehen bei kostenpflichtigen Konten Kontoführungsgebühren. Ist das Konto dann leer, folgen Mahnspesen. Mit einem kostenlosen Konto entsteht dieses Problem nicht.
Zur Kontoeröffnung: revolut.com (kein Partnerlink)
Steuernummer: Innerhalb von 90 Tagen beantragen
Was viele nicht wissen: Revolut schränkt das Konto nach 90 Tagen ein, wenn keine österreichische Steuernummer hinterlegt ist. Die Beantragung sollte also nicht auf die lange Bank geschoben werden.
Die Steuernummer wird mit einem formlosen Schreiben beim zuständigen Finanzamt beantragt. Darin enthalten sein müssen Name, Geburtsdatum, Adresse in Österreich und die Sozialversicherungsnummer. Eine spezielle Form ist nicht vorgeschrieben — ein einfaches Schreiben mit diesen Angaben reicht aus.
treamjob übernimmt diesen Schritt für alle vermittelten Mitarbeiter.
SIM-Karte: Gleich am ersten Tag
Eine österreichische Handynummer ist praktisch von Tag eins an notwendig — für die Kommunikation im Betrieb und mit der Familie in Nepal, für die Revolut-Verifizierung und für den Alltag. Viele nepalesische Mitarbeiter haben bei der Ankunft noch keine österreichische Nummer.
treamjob stellt jedem vermittelten Mitarbeiter eine SIM-Karte sowie das erste Monat Prepaidguthaben kostenlos zur Verfügung. Wir nutzen dafür den HOT-Tarif um 9,90 Euro pro Monat — gutes Netz, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, österreichweit verfügbar. Ab dem zweiten Monat zahlt der Mitarbeiter selbst weiter. Nach der Saison wird der Tarif dann ruhend gelegt, bis er wieder in Österreich ankommt, somit entstehen keine Kosten in der Zeit in der er in Nepal ist.
Kurzübersicht: Was wann erledigt sein sollte
Vor dem ersten Arbeitstag: SIM-Karte besorgen, Revolut-Konto einrichten, IBAN an den Betrieb weitergeben.
Innerhalb der ersten 90 Tage: Steuernummer beim Finanzamt beantragen und in der Revolut-App hinterlegen.
Wer diese Reihenfolge einhält, vermeidet die häufigsten Stolpersteine rund um den Arbeitsstart.




