Warum Mitarbeiter zwischen zwei Saisonen schneller verfügbar sind und was Betriebe dabei wissen sollten.
Nicht jeder Betrieb plant sechs Monate im Voraus. Manchmal fällt ein Mitarbeiter kurzfristig aus, die Saison läuft besser als erwartet, oder ein kleinerer Betrieb braucht für ein paar Monate Verstärkung. Der übliche Weg mit Kandidatenauswahl, Antrag und Visum aus Nepal braucht rund zwölf Wochen und ist dafür oft zu lang.
Für solche Fälle haben wir regelmäßig Mitarbeiter, die bereits in Österreich arbeiten. Sie suchen zwischen zwei Saisonen eine neue Stelle, weil sie die Zeit, die sie in Österreich arbeiten dürfen, voll nutzen möchten.
Wie es dazu kommt
Saisonmitarbeiter aus Drittstaaten dürfen innerhalb von zwölf Monaten insgesamt bis zu neun Monate in Österreich arbeiten. Sommersaisonen dauern fünf bis sechs Monate, Wintersaisonen drei bis vier. Wer eine Saison beendet hat, hat deshalb oft noch ein paar Monate übrig.
Diese Mitarbeiter möchten so lange wie möglich in Österreich bleiben und weiterarbeiten und freuen sich deshalb über einen Betrieb, der sie für die restliche Zeit einstellt. Dabei bringen sie etwas mit, das neu anreisende Mitarbeiter noch nicht haben, nämlich Erfahrung in einem österreichischen Betrieb.
Was der Vorteil für Ihren Betrieb ist
Die Behördenschritte bleiben im Grunde dieselben wie beim ersten Antrag. Es gibt also das Ersatzkraftverfahren, den Regionalen Beirat und den Bescheid vom AMS. Der Visumprozess in Nepal fällt aber weg.
In Kathmandu wartet man zwischen zwei bis drei Tagen, bis hin zu zwei bis drei Wochen auf einen Termin beim Honorarkonsulat, und danach dauert die Bearbeitung noch etwa 25 Tage. Bei Mitarbeitern, die schon hier sind, wird das Visum stattdessen in Österreich verlängert. Vom Antrag bis zum Termin, bei dem das Visum gleich ausgestellt wird, vergehen nur zwei bis drei Tage. Der ganze Ablauf ist damit deutlich kürzer.
Dazu kennen diese Mitarbeiter den Arbeitsalltag in Österreich bereits. Sie wissen, wie wichtig Pünktlichkeit und Hygiene sind, wie man mit Gästen umgeht und wie eine Küche hier organisiert ist. Die Einarbeitung geht deshalb schneller.
Für welche Betriebe das passt
Diese Lösung eignet sich vor allem für Betriebe, die kurzfristig für zwei bis vier Monate Unterstützung brauchen. Das kann nach der Wintersaison sein, wenn einzelne Mitarbeiter gehen, oder bei kleineren Betrieben, die keine lange Vorlaufzeit einplanen können.
Auch wenn Sie einen Mitarbeiter aus einem anderen Betrieb übernehmen möchten, den Sie schon kennen, ist das ein möglicher Weg.
Wann diese Mitarbeiter verfügbar sind
Das hängt vom Saisonrhythmus der Betriebe ab. Wer im Sommer vier bis fünf Monate gearbeitet hat, kann danach noch eine Wintersaison anhängen und so die neun Monate ausschöpfen. Umgekehrt haben Mitarbeiter nach einer Wintersaison oft noch Monate übrig, die sie bis in den Sommer hinein nutzen können.
Wir haben regelmäßig Kandidaten in dieser Situation. Ob gerade jemand Passendes frei ist, hängt vor allem davon ab, ab wann Sie Unterstützung brauchen. Fragen Sie am besten direkt bei uns an.




